Die Hernie

Definition der Hernie:

Ausstülpung des Bauchfelles durch eine präformierte= vorhandene (Leisten- oder Schenkelhernie) oder nach Operation bzw. anderweitige Verletzung entstandene Lücke. Wird der Bruch an der Körperoberfläche sichtbar, handelt es sich um eine äußere Hernie (Leisten-, Schenkel-, Nabel-, Narben- und epigastrische Hernien, parastomale Hernien). Innere Hernien sind gekennzeichnet durch eine im Körperinneren stattfindende Ausbuchtung (Zwerchfellbruch).

Aufbau der Hernie:

Ein Bruchsack, der Bruchinhalt enthält und von Bruchhüllen umgeben ist, tritt aus der Bruchpforte aus.

Krankheitswert:

Die Einschränkung der körperlichen und seelischen Befindlichkeit durch das Vorhandensein eines Bruches macht den eigentlichen Krankheitswert aus. Es können Schmerzen auftreten, Beeinträchtigungen durch die Größe der Vorwölbung allein, bis hin zu akuten Erscheinungen wie einer Einklemmung (Inkarzeration), die einen notfallmäßigen Eingriff erforderlich macht.

Behandlung:

Eine Spontanheilung der Hernie ist ausgeschlossen. Medikamentöse oder sonstige konservative Therapieansätze, die zum Verschwinden der Hernie führen, gibt es heute nicht. Somit ist die chirurgische Therapie die einzige Alternative, die eine Heilung der Hernie ermöglicht!

Häufigste Lokalisationen der äußeren Hernien:
Leiste
Nabel/Epigastrium (zwischen Nabel und Schwertfortsatz des Brustbeines)
Narbenhernien (nach Operationen mit Eröffnung der Bauchhöhle)
Parastomale Hernien (um einen künstlichen Darmausgang herum)